Erlaube dir zu leuchten
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in Vorbereitung
Unser Universum ist ungefähr 13,8 Milliarden Jahre alt. Es gibt darin unzählige Galaxien mit jeweils Milliarden von Sternen. Allein das Licht der Sonne braucht etwas mehr als acht Minuten, um die Erde zu erreichen. Und das Licht des nächsten Sterns außerhalb unseres Sonnensystems ist schon über vier Jahre zu uns unterwegs.
Ich finde solche Zahlen faszinierend. Und gleichzeitig kann ich mir diese Dimensionen überhaupt nicht wirklich vorstellen.
Und irgendwo in dieser unvorstellbaren Weite gibt es unsere Erde. Einen winzigen Planeten, auf dem vor Milliarden von Jahren Leben entstanden ist.
Wie wahrscheinlich das war, wissen wir bis heute nicht. Aber es ist geschehen.
Und dann stell dir einmal vor, was alles zusammenkommen musste, damit es heute ausgerechnet dich gibt.
Über unzählige Generationen haben sich Menschen kennengelernt, Entscheidungen getroffen, Wege eingeschlagen. Wären manche Begegnungen anders verlaufen, gäbe es dich in genau dieser Form wahrscheinlich nicht.
Und trotzdem bist du hier.
Mit deiner ganz eigenen Geschichte, deinen Erfahrungen, deinen Gedanken, deinen Fähigkeiten und Eigenheiten.
Unter all den Milliarden Menschen auf dieser Erde gibt es niemanden, der genauso ist wie du. Niemanden, der die Welt mit genau deinen Augen sieht.
Ist das nicht etwas ganz Besonderes?
Und das gilt für jeden einzelnen Menschen. Wir alle sind einzigartig. Nicht im Sinne von besser oder wichtiger als andere, sondern jeder auf seine ganz eigene Weise.
Mich erfüllt dieser Gedanke mit einer tiefen Dankbarkeit. Dass ich überhaupt hier sein darf. Dass ich dieses Leben erfahren darf.
Aber warum können wir das oft nicht sehen?
Eigentlich müssten wir doch jeden Morgen aufwachen und denken: Wie wunderbar, dass ich hier bin.
Stattdessen schauen wir in den Spiegel und entdecken erst einmal, was uns nicht gefällt.
Wir vergleichen uns mit anderen, zweifeln an unseren Fähigkeiten und fragen uns, ob wir gut genug sind.
Und da frage ich mich: Was ist eigentlich passiert?
Wie kommt es, dass wir unsere eigene Einzigartigkeit so oft nicht erkennen können?
Vielleicht hat es damit zu tun, was wir im Laufe unseres Lebens über uns gelernt haben.
Schon als Kinder erfahren wir, welches Verhalten erwünscht ist und welches nicht. Wofür wir Anerkennung bekommen, wann wir dazugehören und wann wir vielleicht anecken.
Wir machen Erfahrungen, werden enttäuscht, manchmal verletzt. Und aus all diesen Erlebnissen entsteht nach und nach ein Bild davon, wer wir sind und wie wir sein sollten.
Manche dieser Vorstellungen begleiten uns ein Leben lang.
Vielleicht haben wir irgendwann gelernt, dass wir nicht gut genug sind. Dass wir uns mehr anstrengen müssen. Dass wir lieber nicht auffallen sollten oder dass die Bedürfnisse anderer wichtiger sind als unsere eigenen.
Und irgendwann hinterfragen wir diese Überzeugungen gar nicht mehr.
Wir halten sie für die Wahrheit.
Dabei sind es vielleicht einfach nur alte Geschichten, die wir über uns selbst erzählen.
Du musst nicht erst jemand werden
Und dann beginnen wir, an uns zu arbeiten.
Wir wollen selbstbewusster werden, erfolgreicher, schöner, gelassener. Wir setzen uns Ziele und hoffen, dass wir uns irgendwann gut genug fühlen, wenn wir sie erreicht haben.
Dabei finde ich es wunderbar, Ziele zu haben. Ich selbst habe auch Wünsche und Vorstellungen davon, wie ich mein Leben gestalten möchte. Und ich glaube, dass es zu unserem Leben dazugehört, zu lernen, zu wachsen und uns weiterzuentwickeln.
Aber unser Wert hängt doch nicht davon ab, ob wir diese Ziele erreichen.
Wir sind nicht erst dann vollständig, wenn wir alles geschafft haben, was wir uns vorgenommen haben.
Wir sind es auch jetzt schon.
Mit unseren Stärken und Schwächen. Mit unseren Erfolgen und Fehlern. Mit unseren schönen Seiten und den Seiten, die wir vielleicht selbst noch nicht so gerne anschauen.
Erlaube dir zu leuchten
Wenn wir uns ständig mit anderen vergleichen und versuchen, Erwartungen zu erfüllen, passiert noch etwas anderes.
Wir zeigen irgendwann nicht mehr alles von uns.
Wir halten unsere Meinung zurück, obwohl wir eigentlich etwas sagen möchten. Wir trauen uns bestimmte Dinge nicht zu. Oder wir verstecken unsere Fähigkeiten, weil wir Angst haben, was andere darüber denken könnten.
Dabei ist es doch gerade unsere Unterschiedlichkeit, die das Leben so vielfältig macht.
Jeder Mensch bringt etwas Eigenes mit. Seine Sicht auf die Welt, seine Erfahrungen, seine Fähigkeiten und seine Persönlichkeit.
Und ich finde, wir dürfen uns ruhig erlauben, das auch zu zeigen. Zu unseren Stärken stehen, unsere Eigenheiten annehmen und unseren eigenen Weg gehen.
Wie viel schöner wäre es, wenn wir uns alle ein bisschen weniger Gedanken darüber machen würden, was andere von uns halten, und uns einfach trauen würden, wir selbst zu sein?
Vielleicht kannst du dich beim nächsten Mal, wenn du an dir zweifelst, an diesen kleinen blauen Planeten erinnern, der irgendwo in den Weiten des Universums seine Kreise zieht.
An all die Milliarden Jahre, die vergangen sind, bis du hier sein konntest.
Und daran, dass es dich in dieser Form kein zweites Mal gibt.
Vielleicht kannst du dann einen Moment innehalten und dich fragen, ob du wirklich so viel an dir verändern musst, wie du manchmal glaubst.
Oder ob du nicht längst viel mehr bist, als du dir selbst zugestehst auch ohne perfekt zu sein.
Denn du bist etwas ganz Besonderes.
Genau wie jeder andere Mensch auch.
Erlaube dir zu leuchten. Auf deine ganz eigene Weise.
Gedanken für dich
- Was macht dich in deiner Einzigartigkeit aus?
- Welche Seiten an dir zeigst du vielleicht viel zu selten?
- Gibt es alte Überzeugungen über dich selbst, die du heute hinterfragen möchtest?
- Was würdest du anders machen, wenn du weniger daran zweifeln würdest, gut genug zu sein?
Eine kleine Übung
Nimm dir in den nächsten Tagen einmal einen Moment Zeit und schau in den Himmel. Vielleicht am Abend, wenn die ersten Sterne zu sehen sind.
Mach dir bewusst, wie riesig dieses Universum ist und dass du ein Teil davon bist.
Und dann richte deine Aufmerksamkeit einmal auf dich selbst.
Was magst du an dir? Welche Eigenschaften, Fähigkeiten oder Eigenheiten machen dich aus?
Vielleicht fällt dir nicht sofort etwas ein. Auch das ist in Ordnung.
Es geht nicht darum, eine möglichst lange Liste deiner Stärken zusammenzustellen.
Vielleicht kannst du einfach für einen Moment wahrnehmen, dass du hier bist.
Und dir die Frage stellen:
Was wäre, wenn ich genauso, wie ich jetzt bin, bereits wertvoll bin?
Du möchtest diesen Gedanken nicht nur denken, sondern erfahren?
Zu diesem Gedankenraum entsteht eine Meditation über die eigene Einzigartigkeit und darüber, wie wir lernen können, uns selbst mit mehr Freundlichkeit und Wertschätzung zu begegnen.
Sie soll dich dabei begleiten, den Blick von deinen vermeintlichen Unzulänglichkeiten zu lösen und wieder mehr mit dem in Verbindung zu kommen, was dich ausmacht.
Die Meditation ist gerade in Vorbereitung.
Zum Schluss
Die Gedanken, die ich heute mit dir geteilt habe, sind meine persönlichen Überlegungen. Vielleicht findest du dich darin wieder. Vielleicht siehst du manches auch ganz anders.
Mich berührt vor allem der Gedanke, wie außergewöhnlich es ist, dass wir überhaupt hier sind.
Und wie schade es wäre, wenn wir dieses eine Leben damit verbringen würden, ständig an uns zu zweifeln oder jemand anderes sein zu wollen.
Wir dürfen wachsen, uns verändern und unseren eigenen Weg gehen.
Aber wir dürfen auch heute schon zu uns stehen.
Du bist einzigartig. Genau wie jeder andere Mensch auch. Erlaube dir zu leuchten.
Wie ist das bei dir?
Fällt es dir leicht, deine eigene Einzigartigkeit zu erkennen? Oder gibt es etwas, das dich immer wieder daran zweifeln lässt?
Schreib mir gerne deine Gedanken dazu.


